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Oft, wenn etwas Neues erfunden wird, wird die Erfindung im Ganzen hergestellt und verkauft.
Das ist umständlich und zeitraubend, deshalb erfinden schließlich verschiedene interessierte Leute diverse praktische Erweiterungen für diese jeweiligen Technologien.

Diese machen die sich ändernden Inhalte austauschbar, während die Medien, mit dem die Inhalte präsentiert und transportiert werden, nicht mehr jedesmal wieder ersetzt/neu produziert werden müssen.


Beispiele:

- Telespiele, Brettspiele, Spielautomaten -> Computerspiele/Gameboyspiele/etc (austauschbar) für Computer/Gameboy/etc (statisch)
- Bücher (Text auf Papier) -> eBooks (austauschbar) auf eReader (als Software oder Hardware)

- viele verschiedene Schraubenzieher (für die vielen verschiedenen Sorten von Schrauben) -> Magnetschraubenzieher mit austauschbaren Schraubköpfen
- Nichtzentrale ineffiziente Datenerfassung vieler verschiedener Arbeitsbereiche (siehe Asterix&Obelix re:Formular A 38) -> Datenbanksysteme (zB Suchmaschinen, MySQL)

- Liveband/Orchester & Theater & Lesung & live Unterhaltungskünstler (erreicht bis zu tausenden von Leuten) -> Aufgenommene/r Musik/Film/Unterhaltung & Abspielgerät (erreicht die ganze Welt durch alle Zeiten solange aufgenommene Medien abgespielt werden können)

- veraltete Technologie mit kleinem Wirkungskreis -> neue rentable, beliebtere Form mit unbeschränkter Ausbreitungsmöglichkeit


Es gibt natürlich immer noch Leute, die gerne ins Theater gehen, aber die Theater finanzieren sich AFAIK nicht (oder nur selten?) vom Theatergängerpublikum, sondern von Subventionen des Steuerzahlers (dh ohne große Zustimmung vieler wird mit dem gesammelten Geld vieler Zeugs bezahlt, das oft herzlich wenige auch nur marginal interessiert).

Das ist IMHO Blödsinn; Unterhaltung muß sich selbst tragen können, besonders mit der heutzutage verfügbaren Technologie und Verbreitungsmöglichkeit.
Wenn sich nicht genug Leute selbst mit Technologieunterstützung davon unterhalten lassen wollen, muß wohl die Art der Unterhaltung in irgendeiner Form geändert werden.

Das heißt, dann wird es in diesem Bereich Zeit für neue Erfindungen/Entwicklungen (welcher Art auch immer, ob technisch oder kreativ oder sozial oder whatever), die Begeisterung wecken und das Ganze rentabel machen.

Falls also etwas erfunden wird, das viele Leute haben und benutzen wollen, ist die weitere Entwicklung dank moderner Technologie höchstwahrscheinlich wie die (neuzeitliche) Entwicklung der Medien, die lesbare Worte zur Verfügung stellen:

ERST: Bücher (Inhalt und Medium sind nicht trennbar)
DANACH: -> eBooks + eReader (Hardware nur zum Bücherlesen)
SCHLIESSLICH: -> eBooks + eReader (Software) auf (Multifunktionaler Hardware)

Letzteres hat drei verschiedene Lieferantengruppen:
1. Autoren (Millionen von Unterhaltungsmedienerzeuger) unabhängig von den
2. (diversen Softwareentwicklern) unabhängig von den
3. (relativ wenigen Hardwareentwicklern).

Je mehr Spielraum den Entwicklern aller drei Bereiche gegeben wird, desto mehr profitiert der Markt, desto mehr Auswahlmöglichkeiten gibt es, desto mehr wunderbare Innovationen tauchen auf, und desto günstiger werden die einzelnen Erzeugnisse für den Konsumenten.

Ich liebe Kreativität und Erfindungen.
Ich liebe Leute mit Mut zu Visionen und deren Umsetzung. So wird Utopia gebaut.

Stimmt's? :-)


PS: Seit ich Kindlebooks lese warte ich auf die Software, die alle Formate liest, viele Einstellungsmöglichkeiten hat, die DRM ignoriert (!!) und eine super Bibliothek ist, wo ich meine tausende von Büchern/Dateien ODER Samples/Probeseiten gut sortiert aufbewahren und lesen kann, ohne daß mir kurzerhand beim nächsten Update alles durcheinandergeworfen wird und ich gleich nochmal 1000 Bücher neu einsortieren darf.

... Ich muß wohl endlich selber drauf achten, nix mit DRM zu kaufen (DRM ist ne Sauerei), und weiterhin Ausschau nach so einem eReader halten. Er wird bald genug kommen (oder ich programmiere ihn mir irgendwie selbst).

Am liebsten wäre es mir allerdings, wenn man eReadersoftware einfach in die Browser integriert kriegt. ... Passiert bestimmt bald.
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Kennt ihr Randy Pausch? Den Typen, der totkrank ist, vor einem halben Jahr seine letzte Vorlesung zum Thema "Really Achieving Your Childhood Dreams" gehalten hat, und dann unglaublich bekannt wurde, weil alle Welt das Video sah und begeistert war?

Um den ganzen Streikaufrufen, Rants und LJ-Dramen mal etwas nettes, erbauliches entgegenzusetzen, verzichte ich auf weitere Schimpftiraden über das olle, uninteressante Drama. Statt dessen gibt es schicke Links und tolle Videos mit deutschen oder englischen Transkripten. Freut euch, hehe!

Randy Pausch hat nämlich noch einen Vortrag gehalten, einen zum Thema "Time Management", und der ist ähnlich toll, witzig und spritzig gehalten wie der erste, weshalb ihn sich niemand, der unter Prokrastinieranfällen, Unordnung, zu wenig Zeit und zuviel Chaos leidet, entgehen lassen sollte. Find ich.
(Und selbst wenn einem der Vortrag nichts bringen sollte, ist er immerhin toll und kurzweilig genug gehalten, das man nicht bereuen kann, ihn gehört zu haben. Aber wem könnten Tips zu diesem Thema denn nichts bringen? Die wenigsten Leute sind Asse in ihrem Umgang mit Zeit.)

Googlevideo: "Time Management" by Randy Pausch, November 2007

Auf dieser Seite kann man sich das Video in High Quality runterladen und sich sogar das deutsche Transkript holen, falls man nicht alles verstanden hat.

Und hier ist nochmal das YouTube-Video, das ja jeder kennt: Randy Pausch Lecture: Really Achieving Your Childhood Dreams. Alleine dieses Video hat über siebenhunderttausend Hits.

Beschreibung:
Carnegie Mellon Professor Randy Pausch, who is dying from pancreatic cancer, gave his last lecture at the university Sept. 18, 2007, before a packed McConomy Auditorium. In his moving talk, "Really Achieving Your Childhood Dreams," Pausch talked about his lessons learned and gave advice to students on how to achieve their own career and personal goals.

Also, wenn ihr vor lauter Streiken morgen nichts zu tun haben solltet, ihr euch aber trotzdem nicht zu euren Lieben setzen, sondern euch doch lieber hinter den Bildschirm verkriechen möchtet, dann spielt nicht fünf Stunden lang gelangweilt Solitär, weil ja dummerweise LJ tabu ist *augenroll*, sondern guckt mal in diese tollen Vorträge rein. So einen unterhaltsamen Redner, der gleichzeitig auch noch tatsächlich etwas zu sagen hat, hört man nicht alle Tage, wie ich finde.

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